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Knigge

Knigge für Nicht-Hundehalterinnen und Nicht-Hundehalter

Auch Personen ohne Hundebegleitung  können wesentlich zu entspannten und sicheren Begegnungen beitragen. Ein respektvolles Miteinander im öffentlichen Raum ist eine gemeinsame Verantwortung und liegt nicht ausschliesslich bei den Hundehalterinnen und Hundehalter

 

Hinweise für Passantinnen und Passanten

  • Joggende und Velofahrende
    Reduzieren Sie Ihr Tempo, wenn Sie einem Hund begegnen. Laufende oder fahrende Personen wirken auf Hunde aufgrund von Geschwindigkeit und Körperhaltung anders als Gehende. Ein leichtes Ausweichen oder ein Bogen kann helfen. Vermeiden Sie direkten Blickkontakt.
  • Annäherung von hinten
    Machen Sie sich frühzeitig bemerkbar (z. B. durch Klingeln, Räuspern oder einen kurzen Hinweis wie „Jogger von hinten“). Lautloses Überholen kann Mensch und Hund erschrecken und Stressreaktionen auslösen.
  • Angst vor Hunden
    Starren Sie den Hund nicht an, vermeiden Sie eine starre Körperhaltung und gehen Sie wenn möglich einen Bogen. Alternativ bleiben Sie ruhig stehen und wenden sich leicht ab, bis der Hund vorbeigegangen ist.
  • Kontaktaufnahme
    Streicheln Sie Hunde nicht ungefragt, auch wenn sie freundlich oder „süss“ wirken. Viele Hunde möchten keinen Kontakt zu fremden Menschen. Beugen Sie sich nicht über Hunde. Warten Sie ab, ob der Hund von sich aus Kontakt aufnehmen möchte.
  • Gelb markierte Hunde
    Sehen Sie einen Hund mit gelber Markierung (siehe Gelber Hund – Yellow Dog), halten Sie bitte konsequent Abstand und beachten Sie die oben genannten Hinweise. Diese Kennzeichnung signalisiert einen erhöhten Bedarf an Freiraum.

 

Vielen Dank für Ihre Rücksichtnahme und Mithilfe.

 

Knigge für Hundehalterinnen und Hundehalter

Ein respektvolles Zusammenleben mit unserer Umwelt setzt Rücksicht, Verantwortungsbewusstsein und Vorbildfunktion voraus. Neben gesetzlichen Vorgaben gibt es eine Reihe ungeschriebener Regeln, die das Miteinander erleichtern.

Grundsätze für Hundehalterinnen und Hundehalter

  1. Begegnung mit angeleinten Hunden
    Ist der entgegenkommende Hund angeleint, wird auch der eigene Hund angeleint – unabhängig von dessen Verträglichkeit. Gründe für Leinenführung sind vielfältig (Training, Krankheit, Läufigkeit, Unsicherheit).
  2. Hinterlassenschaften
    Hundekot wird überall aufgenommen und fachgerecht entsorgt. Dies ist eine grundlegende Voraussetzung für Akzeptanz im öffentlichen Raum.
  3. Freilauf und Annäherung
    Hunde dürfen weder auf Menschen noch auf andere Hunde zulaufen. Angst und Unsicherheit sind ernst zu nehmen – auch bei freundlich gemeintem Verhalten.
  4. Kontakt an der Leine
    Hunde an der Leine sollten keinen direkten Kontakt aufnehmen. Nach Absprache kann ein kontrollierter Freilaufkontakt stattfinden, sofern die Situation geeignet ist.
  5. Spielen an der Leine
    Spielen an der Leine ist verletzungsanfällig und sollte vermieden werden. Flexi- und Schleppleinen bergen dabei ein erhöhtes Unfallrisiko.
  6. Aufsicht beim Freilauf
    Freilauf setzt ständige Aufmerksamkeit und einen zuverlässigen Rückruf voraus, insbesondere an Kreuzungen, in unübersichtlichem Gelände oder bei Begegnungen.
  7. Verhalten im Wald
    Hunde bleiben auf den Wegen und jagen keine Wildtiere. Besonders während der Brut- und Setzzeit ist Leinenführung zwingend notwendig. Jagdverhalten entwickelt sich schrittweise und sollte frühzeitig verhindert werden.
  8. Füttern und Streicheln fremder Hunde (
    Fremde Hunde werden weder gefüttert noch ungefragt angefasst. Dies gilt insbesondere für Kinder.
  9. Anspringen durch fremde Hunde
    Bleiben Sie ruhig, wenden Sie sich ab und vermeiden Sie Blickkontakt. Bei Bedrängung eines angeleinten Hundes ist dessen Schutz Aufgabe der Halterin bzw. des Halters.
  10. Öffentliche Orte und Gastronomie
    Hunde sollen niemanden belästigen oder
  11. u entspannen.
  12.  einschränken. Restaurant- und Stadttraining erfordern Vorbereitung. Eine eigene Decke kann dem Hund helfen, sich zu entspannen.

Razit

Mit Rücksicht, Aufmerksamkeit und klaren Regeln lassen sich viele Konflikte vermeiden. Ein respektvolles Verhalten trägt zu einem stressfreien Alltag für Menschen und Hunde bei.

Weiterführende Themen:

  • Deprivation und Resozialisierung
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Gelber Hund – Yellow Dog
  • Lernen
  • Vermenschlichung und Eskalationsfalle